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Oberschlesien an Rhein und Ruhr 2002/3
Kulturtage der Wojewodschaft Schlesien in Nordrhein-Westfalen

Presseinformation und Einladung zum Pressegespräch


Ein Projekt des Landes
Nordhrein-Westfalen
und der
Wojewodschaft Schlesien
mit:

 
Województwo ¦l±skie

 

  • Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Marschallamt der Wojewodschaft Schlesien
  • Institut für Kunst & Kultur Ars Cameralis Silesiae Superioris, Katowice/Kattowitz
  • Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen-Hösel
  • Stiftung Zollverein, Essen
  • Kulturwissenschaftliches Institut, Essen
  • Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e. V., Dortmund
  • Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Dortmund
  • Kulturbüro Essen
  • Forum ars polska, Deutsch-polnisches Kultur- und Wirtschaftsforum Essen e. V.
  • PACT Zollverein / Choreographisches Zentrum
  • IHK Essen
  • Landtag NRW

Presseinformation und Einladung zum Pressegespräch

Oberschlesien und das Ruhrgebiet sind seit über drei Generationen vielfältig miteinander verbunden: Oberschlesier kamen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet, zunächst als Arbeitskräfte, denen nach 1945 Flüchtlinge, Vertriebene und später Aussiedler folgten, so dass viele Menschen im Ruhrgebiet oberschlesische Wurzeln haben. Beide Industrieregionen wurden einander ähnlich, und mit dem Rückgang der Montanindustrie haben sie vergleichbare Probleme der Umstrukturierung.

Angesichts der vielfältigen Verbindungen beider Regionen hat das Land Nordrhein-Westfalen 1964 eine Patenschaft über die hier lebenden Oberschlesier übernommen und am 1. September 2000 mit der polnischen Wojewodschaft Schlesien eine „Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen“ unterzeichnet. Diese gibt den zahlreichen staatlichen und privaten Initiativen aus Nordrhein-Westfalen im heutigen Oberschlesien einen offiziellen Rahmen.

Die „Gemeinsame Erklärung“ sieht eine „Vertiefung des kulturellen und sprachlichen Austausches zwischen beiden Regionen“ vor. Sie bildet die Grundlage für die Kulturtage der Wojewodschaft Schlesien in Nordrhein-Westfalen unter dem Titel „Oberschlesien an Rhein und Ruhr“. Nach einem erfolgreichen Auftakt der schlesischen Kulturtage im Herbst des letzten Jahres wird diese Veranstaltungsreihe jetzt fortgesetzt. Lag der räumliche Schwerpunkt der Kulturtage im Februar und März dieses Jahres in Aachen, Düsseldorf und Köln, wo klassische Konzerte, Jazzkonzerte, Ausstellungen und eine Filmreihe geboten wurden, konzentriert sich ein weiterer Wochenblock vom 7. bis 11. April 2003 räumlich und inhaltlich auf das Ruhrgebiet. Die besonderen Beziehungen zwischen dem Ruhrgebiet und Oberschlesien werden mit Tagungen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und zum Strukturwandel beider Regionen sowie mit kulturellen Ereignissen

(Multimedia, Tanz, Kunstausstellung) thematisiert:


Montag, 7. April 2003, 11.30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Joanna Piech, Roman Kalarus“

Ausstellungsort: Forum ars polska, Girardet Haus, Girardetstr. 2 – 38, 45131 Essen

Ausstellungsdauer: 7. April - 3. Mai 2003

Öffnungszeiten: DI - FR 15.00 - 18.00 Uhr, SA 11.00 - 14.00 Uhr u.n.v.

Auskunft: Forum ars polska, Deutsch-polnisches Kultur- und Wirtschaftsforum Essen e. V.
Tel.: 0201/79 88 465, e-mail:
arspolska@t-online.de

Montag, 7. April 2003, 20 Uhr: Schlesisches Tanztheater, Bytom/Beuthen
„Streight Into The Eyes“

Einziges Gastspiel in Nordrhein-Westfalen

PACT Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW, Bullmannaue 20, 45327 Essen

Karten: AboBüro der Theater & Philharmonie

Tel.: 0201/81 22 200, Fax: 0201/81 22 201, e-mail: abobuero@theater-essen.de

und an der Abendkasste / Eintritt 11 Euro, ermäßigt 9 Euro

Die international renommierte und ausgezeichnete Tanzcompagnie aus Bytom ist Polens Vorzeigetheater des modernen Tanzes. Unter der Leitung des Direktors/Choreographen Jacek Luminski hat sich eine neue Tanzform entwickelt, die auf der reichen kulturellen Tradition Polens beruht, aber gleichzeitig die Sprache der Moderne aufnimmt.


Dienstag, 8. April 2003, 9.30 – 18 Uhr: Wirtschaftstagung Polen/Oberschlesien
mit Forum (9.30-13.15 Uhr) und Kooperationsbörse (14.15 – 18 Uhr)

Tagungsort: Plenarsaal der IHK Essen, Am Waldthausenpark 2, 45127 Essen

Anmeldung und Information: IHK Essen, Gabriele Hein, Am Waldthausenpark 2, 45127 Essen

Tel.: 0201/1892-244, Fax: 0201/1892-161, e-mail: hein@essen.ihk.de

Die Region Oberschlesien ist gerade für die NRW-Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Ziel dieser Tagung ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Basis langjähriger erfolgreicher Partnerschaften zu intensivieren und den Teilnehmenden eine Plattform für Kooperationsgespräche zu bieten. Angesprochen sind insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. An der Tagung nimmt eine offizielle Delegation unter der Leitung des Marschalls der Wojewodschaft Schlesien, Micha³ Czarski, und in Begleitung von RIG-Präsident Tadeusz Donocitz teil. Zusätzlich sind 40 Unternehmensvertreter aus der Region Kattowitz eingeladen, die im Rahmen der Kooperationsbürse Gespräche mit Firmenvertretern aus Nordrhein-Westfalen führen möchten.


Mittwoch, 9. April 2003, 9 – 16 Uhr: „Oberschlesien – Erinnerung und Gegenwart“
Eine Ausstellung des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen-Hösel und des Instituts für
Kunst & Kultur Ars Cameralis Silesiae Superioris in Katowice/Kattowitz auf Einladung des Landtages

Ausstellungsort: Villa Horion, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf

Öffnungszeiten: 9. – 30. April 2003, montags bis freitags von 9 – 16 Uhr

nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter Tel.: 0211/884-2203

Die Ausstellung vermittelt in eindrucksvollen Gemälden, Grafiken, kunstgewerblichen Objekten und Fotografien ein Bild vom historischen und vom heutigen Oberschlesien.


Donnerstag, 10. April 2003, 9 – 20 Uhr, und Freitag 11. April, 9.50 – 17 Uhr:
„Stadt · Region · Strukturwandel: Ruhrgebiet - Oberschlesien“
Tagung auf Zollverein, Essen

Tagungsort: Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 2, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Auskunft: Stiftung Zollverein, Essen, Dr. Veronika Grabe, Tel.: 0201/8303612, Fax: 0201/8303620

e-mail: grabe@zollverein.de

Auskunft und Anmeldung: Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen-Hösel

Dr. Nikolaus Gussone, Dr. Susanne Peters-Schildgen, Tel.: 02102/965-0, Fax: 02102/965-240

e-mail: osl@oberschlesisches-landesmuseum.de

Mit der zurückgehenden Bedeutung der Montanindustrie stehen Oberschlesien und das Ruhrgebiet, zwei vorwiegend durch die Schwerindustrie geprägte Ballungsräume, vor vergleichbaren Schwierigkeiten. Die Bewältigung dieser Probleme erfordert eine enge Kooperation von Experten aus den Bereichen der Wirtschaft, Politik, Stadt- und Regionalplanung sowie der (Industrie-) Denkmalpflege. Referenten aus Oberschlesien und dem Ruhrgebiet diskutieren am ersten Tag der Tagung gemeinsam über Themen wie regionale Identität, den Umgang mit dem industriellen Erbe und den Wandel von Stadt und Raum in Oberschlesien. Im Mittelpunkt des zweiten Tages steht der Praxisbezug mit einer Führung über das Gelände des Weltkulturerbes Zollverein und einer Exkursion unter der Leitung des KVR zu ausgewählten Beispielen des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Die Tagung richtet sich an alle, die an den einschlägigen Fachrichtungen und am interdisziplinären Gespräch interessiert sind und sich in den genannten Bereichen engagieren, natürlich auch an Studierende der entsprechenden Fachrichtungen und nicht zuletzt an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Das Programm finden Sie im Internet unter: www.oberschlesisches-landesmuseum.de


Donnerstag, 10. April 2003, 20 Uhr: „Stadt und Strukturwandel“
Eine Multimedia-Präsentation von Studierenden der Akademie der Schönen Künste Katowice/Kattowitz, musikalisch begleitet von dem deutsch-polnischen Ensemble „retro sex galaxy“ und Paul Wirkus

Veranstaltungsort: Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 5, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Auskunft: Stiftung Zollverein, Essen, Dr. Veronika Grabe, Tel.: 0201/8303612, Fax: 0201/8303620

e-mail: grabe@zollverein.de

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.


Für Einzelheiten wird auf die Beilagen verwiesen. Auskunft erteilen Ihnen gern die beteiligten Einrichtungen.

Zur Zusammenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Wojewodschaft Schlesien und zum Thema der Tagung auf Zollverein findet am Donnerstag, dem 10. April, ab 11.15 Uhr auf der Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 2 (Umformer-Halle), ein Pressegespräch statt. Hierfür stehen Micha³ Czarski, Marschall der Wojewodschaft Schlesien,
Prof. Jörn Rüsen, Präsident des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen,
sowie ein Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

Zu diesem Pressegespräch wird herzlich eingeladen.