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Neisse – Kirchenschätze
aus dem schlesischen Rom
Oberschlesisches Landesmuseum


Sehr geehrte Damen und Herren,
mit anliegender Presseinformation möchten wir Sie auf die Ausstellung "Neisse - Kirchenschätze aus dem schlesischen Rom" aufmerksam machen, die das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen-Hösel in grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit der St. Jakobuskirche in Neisse
(heute Nysa) vom 6. April bis zum 4. Mai 2003 zeigt. Die Ausstellung ist täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihr Publikum auf diese kunst- und kulturgeschichtlich bedeutende Präsentation aufmerksam machen könnten. Zur Ausstellungseröffnung am 6. April, 11 Uhr, sind Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen herzlich eingeladen. 

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Auf Wunsch senden wir Ihnen weitere Bilddateien zu ausgewählten Ausstellungsexponaten zu.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Susanne Peters-Schildgen

Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 62
40883 Ratingen-Hösel

Tel: 02102 - 965-0 (Durchwahl: 233)
Fax: 02102 - 965-240
geöffnet: täglich außer montags von 11-17 Uhr


26. März 2003
E-Mail: osl@oberschlesisches-landesmuseum.de

Pressemitteilung

Neisse – Kirchenschätze
aus dem schlesischen Rom
Oberschlesisches Landesmuseum

6. April – 4. Mai 2003
Eröffnung: 6.April 11 Uhr
geöffnet: täglich außer montags von 11 – 17 Uhr

In Zusammenarbeit mit der St. Jakobuskirche in Neisse/OS präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen-Hösel als vierte und letzte Station nach Hildesheim, Königswinter und Görlitz den Schatz der Jakobuskirche, der wie kein zweiter das außergewöhnliche Können schlesischer Künstler vom späten Mittelalter bis in die Blütezeit des 18. Jahrhunderts zeigt.

Das 1223 erstmals urkundlich erwähnte Neisse - im Herzen Europas gelegen - war seit dem 14. Jahrhundert Hauptstadt eines geistlichen Fürstentums, des Bistumslandes der Bischöfe von Breslau. Nach der Reformation war Neisse lange Zeit die Hauptresidenz der Bischöfe, die die Stadt auf vielfältige Weise förderten. Mitglieder der führenden europäischen Adelsgeschlechter wechselten sich auf dem Bischofsthron ab und verleihen dem Kirchenschatz durch ihre Stiftungen seinen einzigartigen Glanz.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Goldschmiedearbeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts. Seit dem späten Mittelalter war Neisse ein Zentrum der Goldschmiedekunst. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden Meisterwerke, die den Vergleich mit den führenden europäischen Produktionsstätten nicht zu scheuen brauchen. Dieser hierzulande noch vielfach unbekannte Kulturkreis wird in der Ausstellung mit herausragenden Exponaten präsentiert.

Wie durch ein Wunder ist der Schatz dank der Fürsorge der Geistlichen trotz der Zerstörungen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges erhalten geblieben. Heute wird er von der polnischen Gemeinde als altes schlesisches Kulturgut bewahrt und gepflegt. Nun ist es als Zeichen der Aussöhnung zwischen den ehemaligen und den heutigen Bewohnern der Stadt Neisse möglich geworden, die Schätze für eine kurze Zeit in Deutschland zu zeigen. Nach ihrer Rückkehr werden die Kunstwerke in einer Schatzkammer eine dauerhafte Bleibe finden, die derzeit unter finanzieller Mithilfe der ehemaligen Bewohner und deutscher Kultureinrichtungen entsteht.

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen zur Geschichte und Kunst in Neisse zum Preis von 7,50 Euro erschienen.

Für weitere Informationen zur Ausstellung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Auf Wunsch senden wir Ihnen weitere Bilddateien zu ausgewählten Ausstellungsexponaten zu.