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Reden-Denkmal

Reden-Denkmal am 6.Sept in Königshütte O/S


 

Der Tichauer Bildhauer, August Dyrda - schuf in den Jahren 2001-2002 ein Werk - ein Denkmal - „Friedrich Graf von Reden“ (1752-1815) nach dem oberschlesischen Bildhauer Theodor Kalide (1801-1863) von 3 Metern Höhe, dessen

Reden-Denkmal am 6.Sept in Königshütte O/S

Schon zum dritten Mal in der Geschichte Oberschlesiens

enthüllt wird.

Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752-1815), -Staatsminister

Am 19. August 1778 schrieb Friedrich der Große aus dem Lager bei Burkersdorf (bei Schweidnitz in Schlesien) an den damaligen preußischen Bergbauminister Friedrich Anton Freiherr von Heynitz:

„Mein lieber Etats Minister Frh. von Heynitz, Ich erteile Euch auf Eurer Schreiben vom 15. dieses Monats hierdurch zur Antwort, dass Ich, bei den Euch angeführten Umständen, dem Friedrich W. Baron v. R e d e n, den nachgesuchten Titul, vom Cammerherrn, wohl accordiren will, und das nöthige deshalben bereits haben ergehen lassen: Wie Ich denn davon zufrieden bin, dass er bei Eurem Departement, in der qualite´ eines Ober-Berg-Rath, in Schlesien, mit arbeitet.

Am 31. Decbr. 1778 ist Baron v. Reden im Plenum des besagten Departements zugefertigt und vereidigt worden.

Friedrich Wilhelm Graf von Reden wurde am 23.März 1752 in Hameln / Harz im König-reiche Hannover geboren. Nach gründlicher Ausbildung auf der Universität zu Göttingen, schon früh dem Berg- und Hüttenfache hat er sich gewidmet. Er bereiste nicht nur viele deutsche Berg- und Hüttenwerke, sondern auch England und Schottland, Frankreich, wo sich damals der Stein-kohlenbergbau, (Flötzbergbau) die Roh- und Schmiedeeisen-Erzeugung bei Steinkohlen und die Anwendung der Dampfmaschinen rasch und in einer Weise entwickelte. Er arbeitete zwei Jahre mit neuem Schwung und der Entwicklung in Waldenburg/ -Schweidnitz, Giehren/-Jauer und Reichenstein/-Fürstentum Münsterberg und Grafschaft Glatz. 1779 wurde er zum Direktor des Schlesichen Oberbergamtes in Tarnowitz ernannt. Gegen Ende April 1780 ging Reden nach Breslau und übernahm die Directorial-Gäschäfte.

Am 14.Oktober 1786 wurde von Seiner Majestät des Königs Friedrich Wilhelm II. Friedrich von Reden zum Geheimen Ober-Finanzrat ernannt.

Nach den vielen Reisen nach England, Schottland, Nord Frankreich, Niederlande-Belgien wurde Reden zum Ober-Berghauptmann in 1802 und Wirkliche Geheimen Staatsminister ernennt.

1807 zog er auf sein Schloss in Buchwald / Riesengebirge, wo er am 3. Juli 1815 starb.

Die blühenden 25 Jahre in Schlesien von Graf von Reden waren auch die blühendsten Zeiten des Landes Oberschlesien. Reden schuf die Industriebasis der Region nicht nur im Bergbau und Hüttenfache, er sorgte für die Infrastruktur, indem er die Transportwege verbesserte, Wasserkanäle entwickelt, Bergarbeitersiedlungen bauen ließ, sich um die allgemeine Schulbildung und den bergmännischen Nachwuchs kümmerte. Sein geologischer Spürsinn ließ ihn neue Lagerstätten finden, und seine naturwissenschaftlichen und technischen Kenntnisse erlaubten ihm, sie zu erschließen. Er führte technische Neuerungen ein, z.B. die Gewinnung von Stahl mit Hilfe von Koks - seit 1789 oder 1788 eine englische Dampfmaschine zur Wasserhaltung im Bergbau (Tarnowitz), die dann in Schlesien nachgebaut wurde.

1786 wurde Reden in Anerkennung seiner Verdienste um den schlesischen Bergbau in den Grafenstand erhoben.

Eine Ausstellung der Stiftung Schlesien, Hannover „Schlesisches Eisen - Zum 250. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Graf von Reden“ findet am 14. Juli bis 8 September 2002 im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen Hösel, Bahnhofstr. 62 statt.

Die Jahre waren vergangen, nach den Kriegen wieder schien die Sonne des Friedens. Da erzählten die alten Häuer von Vater Reden und seiner Zeit. Auf der Erde ist der Industrielle Franz von Winkler auf Miechowitz mit dem Roten Adlerorden 4. Kl. erschienen. Er hat dem Grafen von Reden ein Standbild zu gestalten, vorgeschlagen, den allerhöchsten Beifall des Königs Friedrich Wilhelm IV. gefunden. Der König hat zur Herstellung des Models 2500 Rtl geschenkt. Der oberschlesische Bildhauer, Professor Theodor Kalide hat den Entwurf gemacht: Der zu einem 10 Fuss hohen Standbild von Erz, in Puffjacke und Leder, in bergmännischer Kleidung, die linke Hand auf einem ausgebreiteten Grubenplan zeigend, die Rechte am Steigerhäckel.

Das Modell - Theodor Kalide, ziselierte Kunstmetallgießer C. Warmuth in Berlin.

„Da steht auf dem 12 Fuß hohen Postament der echte Bergmann, wie Reden es war, angesichts der Königshütte, eine der größten Schöpfungen, mit seinen zahllosen Werken, welche ringsum ihre Rauch- und Feuersäulen zum Himmel senden. Mögen sie wachsen und gedeihen, diese Stätten des Fleißes, damit noch späte die Enkel sich allda begegnen mit fröhlichem Glückauf“.

Und der König war am 29 August 1853 an der festlichen Enthüllung des Reden-Denkmal, wo steht:

Friedrich Wilhelm Graf von Reden,
geb. den 23. März 1752, gest. den 3.Juli 1815

Die Rückseite:

Dem Begründer des schlesischen Bergbaus
die dankbaren Gruben- und Hütten-Gewerke und Knappschaften Schlesiens
1852.

Am 6. September 2002- neue Enthüllung in Königshütte ( Chorzów):
Das Modell - nach Theodor Kalide - August Dyrda (geb. 1926 in Tichau) ziselierte Kunstmetallgießer Sobociñski in Poznañ.

August Dyrda bei der Arbeit

An der Finissage, am 29.6.2002 - werden neue Aquarelle von Irenäus Botor für ein neues Buch über den Bildhauer, August Kiss (1802 - 1865)“von P.K.Sczepanek gezeigt.

Peter Karl Sczepanek

Peter Karl Sczepanek 
Holzweg 40, 40789 Monheim am Rhein

Monheim/Rh, den 26.6.2002

Tel/Fax 02173-66742
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