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Die Ausstellung in Monheim spiegelt die Geschichte Schlesiens in Europa wider.
Im ersten Raum der ersten Etage befindet sich das, was vielen Deutschen sehr bekannt ist, die preußische
Zeiten Schlesiens. Beim Betrachten der Bilder von Malgorzata Wlodarska, die aus Kattowitz stammt, denkt man sofort an die Graphiken des berühmten,
aus dem XIX Jh Breslauer Maler E.W. Knippel. Es ist ein allgemeines Bild, wenn Schlesien Deutschland großen Ruhm in dieser Zeit gebracht
hat. Gleich daneben, in einem kleinem Raum des Schelmenturms kann man finden, was Sczepanek als Plesser Land nennt. Ja, hier am Rhein haben
wir Grafen von Berg Familie, mit der Solingen-Burg aus dem XII Jh. als Bergisches Land. Sczepanek hat dazu Plesser Land, so heißt die Erde
im ehemaligen Kreis Pless (heute Pszczyna in Oberschlesien). Fürsten von Pless herrschten das Land seit 1517 bis 1945 und stammten aus
verschiedenen Ecken Europas: habsburgischen Ungaren, (Familie Thurzo), aus Schlesien und Lausitz - Familie von Promnitz, aus Anhalt -
Familie von Anhalt-Köthen und aus Sudeten-Schlesien - Familie von Hochberg.
Bilder von Alfons Wieczorek in dem Raum sind aus meiner 35 jährigen Sammlung. Sie spiegeln die Zeiten der
letzten 200 Jahre wider, weil die Bauten von dieser Periode Schlesiens stammen. Neben des Plesser Landes sehen wir ein bergisches Land, nein
nicht von Familie von Berg, es sind die Plesser Nachbarn entfernt 20 Km von Pless - österreichischen Schlesien, s.g. Beskiden Gebirge.
Damals waren die Bilder von Alfons Wieczorek als verbotene Bilder, weil in den Kommunistischen Zeiten die schlesische Geschichte, Kultur und
Zugehörigkeiten zeigte. Alfons Wieczorek (1915 - 1997) als Sohn des Tichauer Bürgermeisters (1922 - 1939) und Schüler von Kunstmaler
Pawel Steller war nicht mit kommunistischen Herrschern verbunden. Deswegen seine Bilder waren verboten. Aber heute ist er mit dem
Kulturpreis 1996 der Stadt Tichau (Tychy) ausgezeichnet. Es war einfach so.
Heute in Monheim haben wir die Möglichkeiten, von den fünf Malern aus Oberschlesien, die fünf verschiedene Malstile
darstellen. Dieser spontane Ausdruck ist mir gekommen, als ich die Bilder der Ausstellung bewusst ansah. Die fünf Stile sind mir gleich als
Vergleich zu Schlesien gekommen. Ihr kaleidoskopisches, wechselhaftes Schicksal mit verschiedenen Herrschern hatte auch verschiedene Stile
und Richtungen. Einmalig in Europa führten das Land 600 Jahre meistes die böhmischen und ein bisschen die polnischen Kräfte mit
Piasten-Familien. Dann führten Habsburger seit 1517, und seit 1742 die Hohenzollern als Preußen, Deutschen Bund und Reich und heute nach
dem 1945 polnische Regierung. Diese geschichtliche Ergänzung gibt heute einen anderen Blick auf diese Ausstellung in Monheim am Rhein.
Das was die Oberschlesier und Spätaussiedler zeigen auch in der ersten Etage ist mit der Nostalgie und den
verlorenen Zeiten verbunden. Ein Baum wie in den rheinischen Auen, mit dem dicken Stamm, Symbol der Familie, oder Schloss Benrath und
Pferdezucht - das ist das, was wir verloren haben von unserer Heimat. Die drei Bilder von Familie Mazur, aber mit vielen versteckten Worten.
Die zweite Etage stellt die Gegenwart in Deutschland dar. Es sind die Bilder von Stanislaw W. Szroborz,
Architekt und Kunstmaler aus Düsseldorf. Die architektonischen Bauwerke in Monheim, Düsseldorf und der Umgebung sind, wie der Maler selbst
gesagt hat, die versammelte schlesische Energie. Mit dieser Synergie lockt er viele Besucher in die zahlreichen Welt-Ausstellungen.
Auch anders zeigt die Malerin aus Tychy, Helene Golda-Blahut die zweite Heimat - die märchenhaftaussehende
Westfalen Städtchen und dazu prächtige Graphiken, den Kölner Dom oder die Frauenkirche in München.
Auf gleicher Ebene führt uns ein Bildhauer aus Tichau, Kreis Pless - August Dyrda (geb. 1928) von der
Gegenwart zur wieder Geschichte. Seine kleinen Skulpturen von oberschlesischen prächtigen Industriezeiten mit den Bergarbeitern und
gleichzeitig mit dem ersten Oberbergmann in Schlesien, dem Friedrich Graf von Reden, der in der Zeit 1770 - 1825 in Schlesien die preußische
Wunder-Wirtschaft eingeführt hat. Leider nur die zwei Fotos zeigen den A. Dyrda mit seinem Lebenswerk, Graf von Reden, 3 Meter Hoch, nach
dem Bildhauer Theodor Kalide aus Königshütte (heute Chorzow), direkt am Arbeitsplatz in seinem Atelier in Paprotzan-Tychy, was ich am 28.
Dezember 2001 fotografiert habe. Das Denkmal, wie vor 150 Jahren soll in Königshütte stehen, nach genauer Abbildung vom Kalide. Im Jahre
1941 wurde es zum ersten Mal nachgebaut, und jetzt zum zweiten Mal durch A. Dyrda! Es wurde so praktiziert - neue Herrscher mit ihren Leuten
haben immer die alte Kultur vernichtet.
Was fehlt noch für die ganze Allgemeinheit Schlesiens? Ja, die Geschichte, mit der Kultur verbunden, die
befindet sich auf höchster Ebene des Schelmenturms. Hier stellt der oberschlesischer Maler Ireneusz Botor die „Schlesische
Reminiszenzen“ dar. Nicht umsonst, ist es auch der Titel meiner Publikation. Neue Themen befinden sich hier für Rheinländer: Seit
die Heilige Hedwig aus Bayern, die Frau vom ersten Fürsten Schlesiens, dem Piasten Heinrich I., dem Bärtigen. Mit ihrem Sohn Heinrich II.,
der Fromme, haben sie im Jahre 1241 die Mongolen Horde angehalten. Europäisches Christentum wurde dadurch im ganzen Abendland verteidigt.
Die weiteren Reminiszenzen sind mit berühmten Literaten, Industriellen jeder Epoche, dazu Bauten, Denkmälern, Bilder von schlesischen Märchen,
die uns in die Gegenwart führen.
Mit der Gegenwart müssen wir zurück zu dem ersten, kleinen Raum des Schelmenturms, zu dem „Plesser
Land“ kommen. Dieser Raum bezeichne ich nicht als Heimat, die weit, 1050 Km von hier entfernt ist, sondern als „kleines
Vaterland“ von mir genannt wurde. Monheim ist für mich nicht Heimat, wie für meinen Kirchenchor, Freund Herbert Ahlemeyer, der hier
ewiger Baumberger ist.
Für mein, hier gewähltes kleines Vaterland muss ich hier viel organisieren, publizieren, polemisieren,
einfach kämpfen, hier zu überleben. Und es ist weit von meiner Plesser Heimat, heute von mir „Domowina“ genannt. Domowina für
die in Polen gebliebenen, wie Sorben Domowina in Lausitz. Das Wort „Heimat“ wirkt nicht gut heute in Polen, deswegen von Dom,
Haus, Familie, Heiligen Ort - DOMOWINA habe ich es genannt.
In dem Raum hängen die Bilder genau wie in meiner Wohnung in Baumberg. Dazu zeige ich meine Tätigkeiten,
die mit meiner alten Heimat (Domowina) und meinem neuen kleinen Vaterland in Baumberg verbunden ist. Die Miniaturchen von Wieczorek-Bildern,
genealogische Stämme, heraldische Wappen und Gesellschaften and last but not least meine Publikationen, sind meine jahrelange Hobbyweise Tätigkeiten.
Jeder Deutsche, auch Schlesier soll seine schöne Kindheit in Erinnerung behalten. Gegenwart und die
Vergangenheit sind uns sehr notwendig, um besser in die Zukunft zu schauen! Nur Zukunft mit Europa, also auch als Brückenbauer, um sich
besser zu verständigen, besser zusammenarbeiten, um die nostalgischen, abendländischen und gegenwärtigen modernen Bilder uns mit den
heutigen Rheinländern besser zu verbinden. Diese Verbindung werde ich auch am letzten Tag der Ausstellung am 24.3.2002 unterzeichnen, wo
Ireneusz Botor, einmalig heute in der Welt, mit 15 Aquarellen, einen berühmten Bildhauer August Kiss aus Paprotzan, Kr. Pless Ihnen
vorstellen wird. Im Bergischen Land, in Monheim am Rhein werden wir aus dem Plesser Land über Berliner Werke von August Kiss (1802 - 1865),
die schönen Denkmäler zeigen. Es ist doch eine große Ehre für Monheimer, zum ersten Mal gesammelte Werke von August Kiss zu veröffentlichen,
was im nächsten Schritt meiner neuen Publikation dienen soll. Lesen Sie mehr darüber in meiner Web-Seite www.Silesiana.gmxhome.de
Am Tag der Eröffnung wurden wir mit den 40 Minuten Musik von F.Chopin, S.Rachmaninow F.Liszt und C.Debussy
noch mehr festlich ins Europa gekommen.
Diese Ausstellung mit Bildern, die Geschichte und Tätigkeiten, aber für die eventuelle zukünftige
Gedenkstube Baumberg oder Monheim werden nichts anders als Bilder zu sehen sein.
Peter Karl Sczepanek - Veranstalter
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