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IX Konkurs „ZE ¦L¡SKIEM NA TY”
In unserer ureigenen Angelegenheit
Es ist hinlänglich bekannt, daß die Polen in der Vergangenheit oft genug die althergebrachte Zunge der
Oberschlesier dazu bemüht haben, um deren angebliche „Polsko¶æ“ unter Beweis zu stellen um sich auf diesem Wege sowohl ihrer
selbst als auch ihrer Heimat und deren Schätze - um die es ihnen vorrangig ging - zu bemächtigen.
Auch heute noch werden in altbewährter Manier, gegen jegliches Taktgefühl und gegen geltendes Recht, die
im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte abgegebenen Volkszugehörigkeitserklärungen der Oberschlesier in den Wind geschlagen und ihre „Polsko¶æ“
mittels alter, längst kompromitierter Argumente beschworen um den rechtlich zwar korrekten* moralisch jedoch fragwürdigen Erwerb
Oberschlesiens - in erster Linie wohl in den eigenen Augen - zu rechtfertigen.
Nun, da es möglich geworden ist, erheben immer mehr Oberschlesier ihre Stimme, um die einseitigen,
Oberschlesien betreffenden, Darstellungen der polnischen Seite mit Lügen zu strafen; bloß: Wie effektiv ist deren Treiben auf all den
Internetseiten und anderen Foren?
Es wird vollmündig eine oberschlesische Sprache postuliert.
Derweil werden seit Jahren sowohl in Kattowitz als auch im Oppelner Land Wettbewerbe in Oberschlesisch
abgehalten. Nach Beiträgen Angehöriger jener Oberschlesier, die erklärtermaßen keine Polen sind, würde man dort jedoch vergeblich
Ausschau halten. Dabei wäre die Teilnahme diesen Personenkreises ausgerechnet an solchen Veranstaltungen - die von den Polen wohl nicht gänzlich
ohne Eigennutz organisiert werden - für ihn selbst von äußerster Wichtigkeit, zeigte sie doch, daß „Oberschlesier“ nicht
unbedingt gleich „Pole“ ist und „Oberschlesisch“ nicht gleich „eine polnische Mundart“.
Lassen Sie mich zum Schluß vor Ihrem geistigen Auge eine Vision unterbreiten:
Wettbewerb in Lugendorf, etwa ein Drittel - oder gar mehr? - der Beiträge von den Oberschlesiern
deutschen - ggf. oberschlesischen - Nationalbewußtseins.
Ergebnis: Hinuntergefallene Kinnladen der Veranstalter wie auch anderer polnischer
„Patrioten“.
Die Aussage einer solchen Begebenheit: „Oberschlesien ist unseres, oberschlesisches!“ Und:
„Nichts Oberschlesisches ohne uns, die Oberschlesier!“ Es wäre der Moment unseres Triumpfes.
Das oben gezeichnete Bild bleibt aber solange eine Vision, solange die nicht polnischen Oberschlesier
nicht begriffen haben, daß ein einziger Beitrag ihrerseits zu den in der Heimat ausgetragenen Wettbewerben in Oberschlesisch mehr bewirkt,
als nochmal so lautes Protzen auf anderen Foren.
Mit besten Grüßen nebst oberschlesischem „Glückauf“
Alfred Bartylla - Blanke
* Diese Behauptung ist richtig unter dem Gesichtspunkt, daß Unrecht, wenn es sich durchsetzt, neues Recht
schafft.
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